kanthari Projekte

Folgende Projekte wurden bisher bereits unterstützt und werden in ihrer weiteren Entwicklung von der Schweizer Stiftung eng begleitet

Olufunbi Falayi – Nigeria

Funbi pflegt zu sagen, dass die Jugendarbeitslosigkeit in Nigeria eine tickende Zeitbombe ist, die jederzeit hochgehen kann. Er glaubt, dass eine der Ursachen hierfür die Unfähigkeit der Jugendlichen ist, ihre wahren Talente und Passionen zu entdecken, ihnen initiativ nachzugehen und dass sie auch zu wenig über Berufsausbildungen wissen. Das Arbeitslosenproblem trägt zur generellen Armut und der alarmierend hohen Verbrechensrate bei sowie zu Kidnapping und Terrorismus.
Fungi geht diese Probleme durch sein Projekt – Passion Inkubator – im ganzen Land an. Er plant, zusammen mit den jungen Menschen deren wahre Interessen herauszufiltern, hilft ihnen, know how auf dem Gebiet zu erlangen so dass sie als Selbständige letztlich davon leben können. Er glaubt, damit langfristig das Arbeitslosenproblem mildern zu können und gleichzeitig der Nigerianischen Wirtschaft viele leidenschaftliche Unternehmer zu bescheren.

Chipo Chikomo – Zimbabwe

Chipo glaubt, dass die grösste Tragödie für einen Menschen nicht der Tod, sondern ein Leben ohne Sinn ist. Sie möchte weiblichen Gefängnisinsassen durch Handarbeiten einen Sinn und Einkommen sichern und dazu deren Kinder, die oft allein zurückgelassen werden, in einem beaufsichtigten Haus unterbringen. Nach Chios’ Rückkehr von kanthari befreite eine Generalamnestie alle weiblichen Gefangenen und sie musste ihr Projekt rasch an diese Gegebenheiten anpassen. Sie hilft nun diesen entlassenen Frauen, die völlig allein und mittellos sind und auch oft ihre Kinder nicht mehr finden, sich im Alltag einzugliedern.

Bashiru Adamu – Nigeria

Bash hegt eine spezielle Leidenschaft für Gefängnisinsassen, die in seinem Land mit einem Stigma behaftet und ausgegrenzt sind. Er möchte Gefängnisse in Orte verwandeln, die Perspektiven und Entdeckungen beinhalten und so den Insassen den Glauben an ihre menschliche Würde zurückgeben. Er hat bereits eine Bibliothek in einem Gefängnis eröffnet und möchte daraus eine “Gefängnis Akademie” machen, wo die Insassen sich Wissen und neue Fähigkeiten aneignen können. Nur so, ist Bash überzeugt, lässt sich die hohe Kriminalitätsrate und Rückfallquote auf lange Sicht verringern.

Santhosh M – Indien

Santhosh kommt aus einer Gegend in Kerala, wo viele Angehörige der indischen Stämme unterhalb der Armutsgrenze leben. Er sieht einen Grund darin, dass in seiner Gemeinde traditionelle landwirtschaftliche Praktiken verloren gingen. Er möchte dieses Wissen und die traditionelle Praxis wiederbeleben und bewahren und plant eine organische Modellfarm . Das Projekt soll die Stammesbauern ermutigen, selber in nachhaltige Produktion zu investieren statt als Arbeiter in der modernen, nur der Produktivität verpflichteten Agroindustrie zu arbeiten.

Noeline Kirabo – Uganda

Noelien hat bereits einige Jahre im Sozialbereich mit Kindern gearbeitet, vornehmlich im Zusammenhang mit geschlechtsspezifischer Gewalt, sexueller Ausnutzung und der Sensibilisierung für die Rechte der Kinder. Sie möchte dies mit dem von ihr gegründeten Global Leadership Center fortsetzen, in dem durch kreative Lernmethoden junge Visionäre ausgebildet und ermutigt werden, sozialen Wandel wirklich herbeizuführen und so Stück um Stück das Land zu verändern.

Olutosin Ruth – Nigeria

Tosin ist überzeugt, dass niemand nichts hat. Jeder hat der Welt etwas zu geben. Ihr Projekt, das in der ländlichen Lbasa Flussegion im Lagos Gebiet angesiedelt ist, fokussiert sich auf Frauen, die häusliche Gewalt erfahren haben. Sie trainiert sie, aus “Trash” (Abfall) “Treasure” (Schätze) zu machen, indem sie recyclierbare Materialien sammeln und daraus z.B. Kochsäcke nähen. Jede der Frauen soll ihrem Talent entsprechend kreative Produkte entwickeln und somit zum ersten Mal ein eigenes Einkommen generieren. Das Projekt wurde in Nigeria bereits mit einem Preis bedacht.

Harriet Kamashanyu – Uganda

Harriet versteht sich als Botschafterin der HIV-positiven Sexarbeiterinnen, die vom Staat und anderen Hilfsorganisationen mehrheitlich ignoriert werden. Selber nahe des Rotlichtbezirkes in Kampala aufgewachsen plant sie, kleine Health Cafés aufzubauen, die medizinische Versorgung zu den Frauen bringt und gleichzeitig deren Töchter in der Pflege ihrer kranken Mütter unterweist.

Thuktan Yeshay – Indien

Thuktan kommt aus dem fernen Spiti-Tal an der Grenze zu Tibet, das während 6 Monaten im Jahr von der Aussenwelt abgeschlossen ist. Während dieser Zeit sind nicht nur die Bauern arbeitslos und die Schulen haben geschlossen, sondern mangels frischer Lebensmittel wie Gemüse und Obst weisen die Menschen im Tal Folgen einer Mangelernährung auf. Sein Projekt ist, im Tal Gewächshäuser zu bauen, die den Bauern Arbeit und dem Tal frisches Gemüse liefern, aber dazu noch eine warme Schulstube bieten, wo die Kinder auch im Winter unterrichtet werden können.
 

Nyasha Edlight Mugwagwa – Zimbabwe

Nyasha ist trotz ihres jungen Alters bereits erfolgreiche Unternehmerin – sie betreibt eine Seifenproduktion. Sie tat dies aus der Not heraus, da ihre Eltern den Schulbesuch nicht mehr finanzieren konnten. Sie möchte nun andere Schulabbrecher in ihrem Betrieb schulen und sie ermuntern, auch selbständige Unternehmer zu werden.

Jyotshnarani – Indien

Jyotshna aus dem Staate Odisha in Nordindien möchte Stammes-Frauen im Balasore Distrikt ermächtigen, ihr eigenes Business aufzubauen und dadurch 100% Ernährungssicherheit für ihre Familie zu schaffen. Das alte Wissen über Heilkräuter soll genutzt werden, um medizinische Salben und ähnliche Produkte herzustellen.

The Bridge Organisation – Nigeria

Marcus Edibogi Akor hat als Lehrer in seiner ländlichen Heimatregion beobachtet, dass es jungen Leuten an Selbstvertrauen und Perspektiven mangelt. Mit seinem 10-monatigen Kurs, der erstmals 2013 startet, möchte er den 30 Teilnehmern zwischen 12 und 18 Jahren helfen, ihre Talente und ihr Potential zu entdecken und Ideen für ihre weitere berufliche Entwicklung zu generieren. Ein Fokus liegt dabei auf Unternehmensgründungen. Zusätzlich versucht Marcus mittels regionalen Konferenzen zum Thema die Aufmerksamkeit und Unterstützung der Behörden und Oeffentlichkeit zu gewinnen.

Springboard – Nigeria

Nach seinem Studium in Business Administration zog Lawrence Afere, entgegen der Erwartungen seiner Familie, aus der Stadt in eine ländliche, abgelegene Region, um mit arbeitslosen Jugendlichen einen landwirtschaftlichen Betrieb zu bewirtschaften. Springboard bietet Jugendlichen durch das Arbeiten in und mit der Natur neue Lebensperspektiven und ermuntert sie, ihre eigene Geschäftsidee im Bereich Agrikultur, Tierhaltung, Holz- oder Textilarbeiten zu realisieren.

Score – Sierra Leone

Zusammen mit anderen NGOs verfolgt Saa Moses Lamin das Ziel, arbeits- und perspektivlosen Jugendlichen eine Ausbildung in handwerklichen Berufen zu ermöglichen. Mit der Anschubfinanzierung war es ihm möglich, ein kleines Lokal zu mieten und einzurichten sowie Helfer zu rekrutieren. Zusätzlich bietet er Jungen und Mädchen regelmässiges Fussballtraining an und thematisiert damit die Regeln des Fairplay und Teamworks. Dies vor dem Hintergrund des schwierigen Zusammenlebens unterschiedlicher Volksstämme und Ethnien.

Hive Initiative – Nigeria

Olutayo Ajayi ist 28 Jahre alt und kommt aus Nigeria. Nachdem seine Familie in finanzielle Probleme geraten war, ist er auf der Strasse gelandet. Tayo moechte Strassenkinder in Berufen wie Bienenzucht ausbilden die Kinder einen Lebensunterhalt durch den Verkauf von Honig bietet. Dafür hat er Land gekauft, ein Unterrichtslokal gebaut und lässt sich schulen.