Wer sind unsere Nutzniesser?

Deepu bewarb sich als kanthari-Teilnehmerin mit einer Projektidee, die eine frühkindliche Förderung von Müttern mit Behinderung und von Kindern mit und ohne Behinderung vorsieht.

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Nematullah Ahangosh

Nematullah, der selbst gehbehindert ist, will mit Stretch more seinen Begünstigten beibringen, ihre Sicherheit selbst in die Hand zu nehmen. Mit seinen mobilen Parcours will er Betroffene durch Erste Hilfe-Techniken und sportliche Aktivitäten auf Krisen vorbereiten.

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Abhilash John

Mit Khoj plant Abhilash die “Great Indian Treasure Hunt“, eine 8-monatige Reise quer durch Indien. Damit will er jungen Menschen helfen, aus den vorgezeichneten Träumen ihrer Eltern auszubrechen. Die Teilnehmer:innen lernen dabei, sich mit ihren Ängsten auseinander zu setzen und ihr eigenes Leben unabhängiger zu gestalten.

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Geeta Dangol

Der nepalesische Bürgerkrieg stürzte das Land in eine tiefe Krise und hinterliess Arbeitslosigkeit, Armut und Ungleichheit. Durch Berufstrainings in Web-, Schmuck und Grafikdesign, Modetechnologie und Kunsthandwerk fördert Geetas Organisation Orange Butterflies diskriminierte und vernachlässigte Frauen. Die Frauen erhalten die Möglichkeit ihre umweltfreundlichen Produkte im Laden von Orange Butterflies einem breiteren Publikum anzubieten und können diese durch die Genossenschaft auch in ganz Nepal vermarkten.

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Shivani Kumari

Shivani fordert ein Umdenken und möchte mit ihrer Organisation Wild in der Gesellschaft ein Bewusstsein für einheimische Nutzpflanzen schaffen. Es geht ihr um Nahrung durch wildwachsende Kräuter, die sie Waldnahrung nennt. Dafür hat sie ein Ausbildungskonzept entwickelt und unterrichtet dabei auch Menschen mit chronischen Krankheiten und Behinderungen.

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Akhina Mohan

alarmo

Akhina Mohan – Indien

Akhina ist Umweltschützerin aus Leidenschaft. Bei der verheerenden Flut 2018, die in Kerala über 400 Leben forderte, half sie als Freiwillige bei Hilfsarbeiten mit. Ihr aktiver Beitrag machte ihr klar, dass ihr Handeln etwas bewirken kann. Sie gründete Alarmo, eine von Kindern und Jugendlichen getragene Aktionsgruppe. Alarmo befähigt jugendliche Aktivist:innen umweltbewusste Leaders zu werden, die die Gemeinschaft bei der Wiederherstellung der Umwelt anführen, um weitere Schäden zu verhindern.

Akhina sagt:

Im Jahr 2018 fand ich mich als Freiwillige bei den Hilfsarbeiten für die verheerende Flut in Kerala wieder, die 400 Menschenleben forderte. 

Diese Erfahrung brachte einen Sinn in mein Leben. Während dieser Zeit las ich einen Artikel über einen überfluteten Fluss, der nach dem Absinken des Wasserspiegels tonnenweise Plastikmüll auf einer Brücke hinterliess. Ein paar Tage später las ich, dass die Gemeinde die Brücke “gesäubert” hatte, indem sie den Müll wieder in den Fluss kippte. Dieser Vorfall erschütterte mich zutiefst und liess mich erkennen, dass Umweltverantwortung das Gebot der Stunde ist. Während meines Studiums wurde mir klar, dass Lehrbuchwissen und reale Erfahrungen völlig unverbunden sind. Ich träume davon, eine Veränderung im Bildungssystem herbeizuführen, indem ich erfahrungsbasiertes Lernen zum Thema Umweltmanagement in die bestehenden Lehrpläne integriere.

Empowering Children

“Nichts macht mich so wütend wie die Misshandlung unserer Umwelt. Aber ich hatte nie den Mut, aufzustehen und etwas zu sagen”, sagt Akhina, die erst durch die Überschwemmungen in Kerala 2018 aus ihrem Schweigen gerissen wurde. So gründet sie “Alarmo”, eine Aktionsgruppe, die von Jugendlichen angetrieben wird, inspiriert von dem Glauben, dass unsere Umwelt gerettet werden kann.

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Bescheidene Anfänge

Als wir Akhina Mohan in ihrem Zuhause aufsuchten, fanden wir uns in einem Garten voller exotischer, nicht einheimischer Bäume, Blumen und Schlingpflanzen wieder. Die Liebe

Achterbahn

Achterbahn Vor einigen Jahren überhörte ich ein Gespräch zwischen meinem Bruder und meiner Mutter. Meine Mutter hatte sich Stifte, Pinsel und Farben besorgt, eine Leinwand

Wenn Fluten uns zur Aktion treiben

Nichts macht Akhina Mohan wütender als die Misshandlung unserer Umwelt. Dennoch hatte sie nie den Mut, aufzustehen und ihre Meinung öffentlich zu machen. Erst die

Biman Roy

bon

Biman Roy – Indien

Während seines Informatikstudiums begeisterte sich Biman immer mehr für die Vielfalt unserer Nahrungsmittel. Mit seiner Organisation bon sensibilisiert er Gemeinschaften für die enorme Lebensmittelvielfalt und weckt den Appetit auf lokal verfügbare und vielfältige Lebensmittel. Ausserdem bildet er Bauern zu Waldbauern aus. Mit einem Lebensmittelwald produzieren Bauern Lebensmittel, aber auch Holz. Die ideale Kombination für Bauern. Die pflanzliche Artenvielfalt wird erhöht und gleichzeitig kann ein höheres Einkommen generiert werden.

Biman sagt:

Natur und Landwirtschaft prallen oft aufeinander. Die Natur findet durch Vielfalt ein perfektes Gleichgewicht. Das Ziel der Landwirtschaft hingegen ist es, den Ertrag einer einzigen Art zu optimieren. Ich bin damit aufgewachsen, diesen klassischen Konflikt zwischen Bauer und Natur im ländlichen Indien zu sehen.

Angesichts des Klimawandels müssen wir einen Standpunkt einnehmen. Es ist offensichtlich, dass die Natur unsere Priorität sein sollte, da wir ohne sie den Klimawandel nicht aufhalten können. Auf der anderen Seite können die Bedürfnisse der Bauern nicht ignoriert werden. Was könnte also eine Lösung sein? Ein Lebensmittelwald ist ein mehrschichtiges Anbausystem, das die natürliche Sukzession eines natürlichen Waldes nachahmt und in erster Linie Lebensmittel (sowie Holz) produziert. Eine ideale Kombination, um die Vielfalt zu erhöhen und gleichzeitig ein Einkommen für die Bauern zu generieren. Ich träume davon, ein Zentrum und Modell-Lebensmittelwälder zu schaffen, um zukünftige Waldbauern in ganz Indien auszubilden, sowie Lebensmittelwälder zum Mainstream zu machen und Innovationszentren für eine auf Lebensmittelwäldern basierende Wirtschaft einzurichten.

Local Food Diversity

Da er in den 90er Jahren im ländlichen Indien aufgewachsen ist und in verschiedenen Teilen Indiens sowie in Schweden studiert hat, ist sich Biman bewusst, was wir verlieren, wenn wir uns von der Natur abkoppeln. Seiner Meinung nach ist die Vielfalt der Lebensmittel eine der wichtigsten Verbindungen. Erfahren Sie wie er mit seiner Organisation bon den Fokus der Menschen auf eine vielfältigere Ernährung lenken möchte. 

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Virtuelle Exposure-Reise nach Afrika

Wie wir von unseren Vorgängern erfahren konnten, gibt es jedes Jahr während des kanthari Programms eine spannende Reise, die “Exposure-Tour”. Es handelt sich dabei um

Tag 101 – Agroforest (Obstwald)

Ein Blick in den eigenen Traum eines zukünftigen kanthari Teilnehmers (Von Biman Roy) “Ich wurde für den kanthari-Kurs 2020 ausgewählt. Obwohl unser Programm, COVID-19 bedingt,

Puneet Singhal

ssstart

Puneet Singhal – Indien

Mit 7 Jahren wurde Puneet Zeuge von Gewalt. Durch das Ereignis begann er zu stottern, war eingeschüchtert vermied jegliche Gespräche und zog sich zurück. Heute steht er zu seinem Stottern. Mit ssstart befähigt er, durch interaktive Workshops, Aktivitäten und Veranstaltungen, Menschen mit Sprachstörungen und hilft ihnen die zwischenmenschliche Kommunikation wiederzubeleben. Puneet setzt sich für eine offen kommunizierende Gesellschaft ein, die auch Geduld für Menschen mit Sprachstörungen hat.

 

Puneet sagt:

in dem Slum Sangam Vihar in Neu-Delhi, in dem ich aufgewachsen bin und lebe, gibt es viele Probleme. Eines davon ist eine hohe Arbeitslosenquote. Ein Faktor, der dabei eine Rolle spielt, ist die Diskrepanz zwischen den vorhandenen Fähigkeiten der Jugendlichen und den Anforderungen der Arbeitgeber. 

Im Gegensatz zu den meisten anderen habe ich das Glück gehabt, eine gute Ausbildung zu bekommen. Deshalb habe ich eine Einrichtung gegründet, in der wir Kindern und Jugendlichen aus dem Slum grundlegende Computerkenntnisse, Konversations- und Englischkenntnisse sowie Soft- und Life-Skills vermitteln. 

Die erworbenen Fähigkeiten helfen ihnen, Widrigkeiten zu überwinden, Selbstvertrauen zu gewinnen und eine Beschäftigung zu finden. Außerdem versuchen wir, einen aktiven Dialog zwischen allen Beteiligten über den Zugang zu Ressourcen, Ideen und Perspektiven sowie das Bewusstsein für staatliche Programme zu schaffen.

Co-Co-Communication

Puneet erzählt in seiner Abschlussrede von seinen eigenen Erfahrungen als Stotterer und wie er anderen Menschen mit und ohne Sprachstörungen helfen möchte, besser, offener und mit mehr Geduld zu kommunizieren. 

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Zentrum des Zuhörens Teil 1

Meine erste Begegnung mit einer Person, die Stotterte, hatte ich, als ich 14 Jahre alt war. Ich begleitete damals meine Eltern und Geschwister zu einem

Neustart ins Leben

In diesem Blog erzählt Ihnen Puneet Singhal, 2021 kanthari Teilnehmer, wie er in einem armen Viertel von Neu-Delhi mit einem Stottern aufgewachsen ist. Erfahren Sie

Ein besonderer Stil der Ko-Kommunikation

Puneet Singh Singhal, Neu-Delhi, Indien, begann zu stottern, als er im Alter von sieben Jahren Zeuge von Gewalt wurde. In Kürze veränderte sich sein Charakter.