Wer sind unsere Nutzniesser?

Deepu bewarb sich als kanthari-Teilnehmerin mit einer Projektidee, die eine frühkindliche Förderung von Müttern mit Behinderung und von Kindern mit und ohne Behinderung vorsieht.

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Nematullah Ahangosh

Nematullah, der selbst gehbehindert ist, will mit Stretch more seinen Begünstigten beibringen, ihre Sicherheit selbst in die Hand zu nehmen. Mit seinen mobilen Parcours will er Betroffene durch Erste Hilfe-Techniken und sportliche Aktivitäten auf Krisen vorbereiten.

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Abhilash John

Mit Khoj plant Abhilash die “Great Indian Treasure Hunt“, eine 8-monatige Reise quer durch Indien. Damit will er jungen Menschen helfen, aus den vorgezeichneten Träumen ihrer Eltern auszubrechen. Die Teilnehmer:innen lernen dabei, sich mit ihren Ängsten auseinander zu setzen und ihr eigenes Leben unabhängiger zu gestalten.

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Shivani Kumari

Shivani fordert ein Umdenken und möchte mit ihrer Organisation Wild in der Gesellschaft ein Bewusstsein für einheimische Nutzpflanzen schaffen. Es geht ihr um Nahrung durch wildwachsende Kräuter, die sie Waldnahrung nennt. Dafür hat sie ein Ausbildungskonzept entwickelt und unterrichtet dabei auch Menschen mit chronischen Krankheiten und Behinderungen.

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Akhina Mohan

alarmo

Akhina Mohan – Indien

Akhina ist Umweltschützerin aus Leidenschaft. Bei der verheerenden Flut 2018, die in Kerala über 400 Leben forderte, half sie als Freiwillige bei Hilfsarbeiten mit. Ihr aktiver Beitrag machte ihr klar, dass ihr Handeln etwas bewirken kann. Sie gründete Alarmo, eine von Kindern und Jugendlichen getragene Aktionsgruppe. Alarmo befähigt jugendliche Aktivist:innen umweltbewusste Leaders zu werden, die die Gemeinschaft bei der Wiederherstellung der Umwelt anführen, um weitere Schäden zu verhindern.

Akhina sagt:

Im Jahr 2018 fand ich mich als Freiwillige bei den Hilfsarbeiten für die verheerende Flut in Kerala wieder, die 400 Menschenleben forderte. 

Diese Erfahrung brachte einen Sinn in mein Leben. Während dieser Zeit las ich einen Artikel über einen überfluteten Fluss, der nach dem Absinken des Wasserspiegels tonnenweise Plastikmüll auf einer Brücke hinterliess. Ein paar Tage später las ich, dass die Gemeinde die Brücke “gesäubert” hatte, indem sie den Müll wieder in den Fluss kippte. Dieser Vorfall erschütterte mich zutiefst und liess mich erkennen, dass Umweltverantwortung das Gebot der Stunde ist. Während meines Studiums wurde mir klar, dass Lehrbuchwissen und reale Erfahrungen völlig unverbunden sind. Ich träume davon, eine Veränderung im Bildungssystem herbeizuführen, indem ich erfahrungsbasiertes Lernen zum Thema Umweltmanagement in die bestehenden Lehrpläne integriere.

Empowering Children

“Nichts macht mich so wütend wie die Misshandlung unserer Umwelt. Aber ich hatte nie den Mut, aufzustehen und etwas zu sagen”, sagt Akhina, die erst durch die Überschwemmungen in Kerala 2018 aus ihrem Schweigen gerissen wurde. So gründet sie “Alarmo”, eine Aktionsgruppe, die von Jugendlichen angetrieben wird, inspiriert von dem Glauben, dass unsere Umwelt gerettet werden kann.

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Bescheidene Anfänge

Als wir Akhina Mohan in ihrem Zuhause aufsuchten, fanden wir uns in einem Garten voller exotischer, nicht einheimischer Bäume, Blumen und Schlingpflanzen wieder. Die Liebe

Achterbahn

Achterbahn Vor einigen Jahren überhörte ich ein Gespräch zwischen meinem Bruder und meiner Mutter. Meine Mutter hatte sich Stifte, Pinsel und Farben besorgt, eine Leinwand

Wenn Fluten uns zur Aktion treiben

Nichts macht Akhina Mohan wütender als die Misshandlung unserer Umwelt. Dennoch hatte sie nie den Mut, aufzustehen und ihre Meinung öffentlich zu machen. Erst die

Biman Roy

bon

Biman Roy – Indien

Während seines Informatikstudiums begeisterte sich Biman immer mehr für die Vielfalt unserer Nahrungsmittel. Mit seiner Organisation bon sensibilisiert er Gemeinschaften für die enorme Lebensmittelvielfalt und weckt den Appetit auf lokal verfügbare und vielfältige Lebensmittel. Ausserdem bildet er Bauern zu Waldbauern aus. Mit einem Lebensmittelwald produzieren Bauern Lebensmittel, aber auch Holz. Die ideale Kombination für Bauern. Die pflanzliche Artenvielfalt wird erhöht und gleichzeitig kann ein höheres Einkommen generiert werden.

Biman sagt:

Natur und Landwirtschaft prallen oft aufeinander. Die Natur findet durch Vielfalt ein perfektes Gleichgewicht. Das Ziel der Landwirtschaft hingegen ist es, den Ertrag einer einzigen Art zu optimieren. Ich bin damit aufgewachsen, diesen klassischen Konflikt zwischen Bauer und Natur im ländlichen Indien zu sehen.

Angesichts des Klimawandels müssen wir einen Standpunkt einnehmen. Es ist offensichtlich, dass die Natur unsere Priorität sein sollte, da wir ohne sie den Klimawandel nicht aufhalten können. Auf der anderen Seite können die Bedürfnisse der Bauern nicht ignoriert werden. Was könnte also eine Lösung sein? Ein Lebensmittelwald ist ein mehrschichtiges Anbausystem, das die natürliche Sukzession eines natürlichen Waldes nachahmt und in erster Linie Lebensmittel (sowie Holz) produziert. Eine ideale Kombination, um die Vielfalt zu erhöhen und gleichzeitig ein Einkommen für die Bauern zu generieren. Ich träume davon, ein Zentrum und Modell-Lebensmittelwälder zu schaffen, um zukünftige Waldbauern in ganz Indien auszubilden, sowie Lebensmittelwälder zum Mainstream zu machen und Innovationszentren für eine auf Lebensmittelwäldern basierende Wirtschaft einzurichten.

Local Food Diversity

Da er in den 90er Jahren im ländlichen Indien aufgewachsen ist und in verschiedenen Teilen Indiens sowie in Schweden studiert hat, ist sich Biman bewusst, was wir verlieren, wenn wir uns von der Natur abkoppeln. Seiner Meinung nach ist die Vielfalt der Lebensmittel eine der wichtigsten Verbindungen. Erfahren Sie wie er mit seiner Organisation bon den Fokus der Menschen auf eine vielfältigere Ernährung lenken möchte. 

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Achterbahn

Achterbahn Vor einigen Jahren überhörte ich ein Gespräch zwischen meinem Bruder und meiner Mutter. Meine Mutter hatte sich Stifte, Pinsel und Farben besorgt, eine Leinwand

Virtuelle Exposure-Reise nach Afrika

Wie wir von unseren Vorgängern erfahren konnten, gibt es jedes Jahr während des kanthari Programms eine spannende Reise, die “Exposure-Tour”. Es handelt sich dabei um

Tag 101 – Agroforest (Obstwald)

Ein Blick in den eigenen Traum eines zukünftigen kanthari Teilnehmers (Von Biman Roy) “Ich wurde für den kanthari-Kurs 2020 ausgewählt. Obwohl unser Programm, COVID-19 bedingt,

Puneet Singhal

ssstart

Puneet Singhal – Indien

Mit 7 Jahren wurde Puneet Zeuge von Gewalt. Durch das Ereignis begann er zu stottern, war eingeschüchtert vermied jegliche Gespräche und zog sich zurück. Heute steht er zu seinem Stottern. Mit ssstart befähigt er, durch interaktive Workshops, Aktivitäten und Veranstaltungen, Menschen mit Sprachstörungen und hilft ihnen die zwischenmenschliche Kommunikation wiederzubeleben. Puneet setzt sich für eine offen kommunizierende Gesellschaft ein, die auch Geduld für Menschen mit Sprachstörungen hat.

 

Puneet sagt:

in dem Slum Sangam Vihar in Neu-Delhi, in dem ich aufgewachsen bin und lebe, gibt es viele Probleme. Eines davon ist eine hohe Arbeitslosenquote. Ein Faktor, der dabei eine Rolle spielt, ist die Diskrepanz zwischen den vorhandenen Fähigkeiten der Jugendlichen und den Anforderungen der Arbeitgeber. 

Im Gegensatz zu den meisten anderen habe ich das Glück gehabt, eine gute Ausbildung zu bekommen. Deshalb habe ich eine Einrichtung gegründet, in der wir Kindern und Jugendlichen aus dem Slum grundlegende Computerkenntnisse, Konversations- und Englischkenntnisse sowie Soft- und Life-Skills vermitteln. 

Die erworbenen Fähigkeiten helfen ihnen, Widrigkeiten zu überwinden, Selbstvertrauen zu gewinnen und eine Beschäftigung zu finden. Außerdem versuchen wir, einen aktiven Dialog zwischen allen Beteiligten über den Zugang zu Ressourcen, Ideen und Perspektiven sowie das Bewusstsein für staatliche Programme zu schaffen.

Co-Co-Communication

Puneet erzählt in seiner Abschlussrede von seinen eigenen Erfahrungen als Stotterer und wie er anderen Menschen mit und ohne Sprachstörungen helfen möchte, besser, offener und mit mehr Geduld zu kommunizieren. 

Mehr zu Puneet

Zentrum des Zuhörens Teil 1

Meine erste Begegnung mit einer Person, die Stotterte, hatte ich, als ich 14 Jahre alt war. Ich begleitete damals meine Eltern und Geschwister zu einem

Neustart ins Leben

In diesem Blog erzählt Ihnen Puneet Singhal, 2021 kanthari Teilnehmer, wie er in einem armen Viertel von Neu-Delhi mit einem Stottern aufgewachsen ist. Erfahren Sie

Ein besonderer Stil der Ko-Kommunikation

Puneet Singh Singhal, Neu-Delhi, Indien, begann zu stottern, als er im Alter von sieben Jahren Zeuge von Gewalt wurde. In Kürze veränderte sich sein Charakter.

Niwas Kumar

anantmool

Niwas Kumar – Indien

Die indische Kultur ist durchsetzt von klar zugeordneten Geschlechterrollen. Welchen Beruf man ausüben oder mit wem man spielen darf, alles wird vom Geschlecht bestimmt. Niwas befasst sich mit dem heiklen Thema der Geschlechter-Normen. anantmool will ein Lernzentrum gründen, das ganz bewusst keine geschlechterspezifische Unterschiede zulässt. Er ist davon überzeugt, dass alle alles lernen können, wenn es keine sozialen und geschlechterspezifischen Barrieren gibt.

Niwas sagt:

Viele von uns scheinen sich die Gleichstellung der Geschlechter zu wünschen, aber warum haben wir sie nicht? Weil unser derzeitiges Schulsystem Jungen und Mädchen getrennt voneinander unterrichtet und die Ungleichheit der Geschlechter von Kindheit an lehrt. Dies wird noch schlimmer, wenn die Kinder in eine getrennte Jungen- oder Mädchenschule gehen. In Indien sind die meisten Schulen geschlechtsspezifisch oder getrennte High Schools, entweder für Jungen oder für Mädchen. Wenn Schulen entweder für Jungen oder für Mädchen sind, wohin gehen dann die Kinder, die geschlechtsspezifisch verschieden sind? In Indien gibt es nicht eine einzige Schule, die eine sichere Schule ist.

In unserem Zentrum können die Kinder tragen, was sie wollen. Wir empfehlen jedoch, bequeme Kleidung wie Hosen und T-Shirts in jeder Farbe zu tragen. Dies wird dazu beitragen, Stereotypen zu durchbrechen und den Kindern die Möglichkeit geben, Barrieren zu überwinden. Wenn ein Kind mit bestimmten Kleidern kommt, wie z. B. mit wallenden Röcken oder geblümten Kleidern, dann werden wir mit dem Kind ein Gespräch führen und ihm die Frage stellen: “Magst du diese Kleidung wirklich, und wer hat dir diese Kleidung gegeben? Dies wird dem Kind helfen, über bestehende Geschlechterstereotypen nachzudenken und sie zu hinterfragen.

Genderfree learning for all

In seiner Abschlussrede erzählt Niwas von seiner Idee eines Geschlechterneutralen Trainingzentrums und wie es dazu kam, dass er sich für dieses Thema einsetzt. 

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born to be wild

“Alles ist schwierig, jeden Tag gibt es neue Herausforderungen. Aber zum Glück sind wir zu zweit. Wenn der eine mal aufgibt, hat der andere genug

Anantmool India

Niwas Kumar stammt aus Bihar im Norden Indiens und befasst sich mit einem ziemlich heiklen Thema: es geht um die Frage, “brauchen wir Geschlechter-Normen?” Die

Zentrum des Zuhörens Teil 1

Meine erste Begegnung mit einer Person, die Stotterte, hatte ich, als ich 14 Jahre alt war. Ich begleitete damals meine Eltern und Geschwister zu einem religiösen Treffen und konnte es nicht erwarten, endlich rauszukommen, um meinen eigenen Dingen nachzugehen. Da wurde ich plötzlich hellhörig: neben mir stand eine hübsche junge Frau, die mit einer anderen Besucherin sprach. Ich hörte nicht auf das, was die Frau sagte, sondern wie farbig ihre Stimme klang. Interessant für mich war, dass jedes Wort zu knistern und zu klackern schien. Die Sätze nahmen eine Form an, die ich noch nie zuvor gehört hatte. Und noch etwas faszinierte mich, die Geduld der Gesprächspartnerin, der Zuhörerin. Ich wünschte mir nichts sehnlicher, als den Platz dieser geduldigen älteren Dame einzunehmen, denn sie hatte mir, ohne, dass sie etwas davon wissen konnte, eine wertvolle Lektion in Sachen Kommunikation erteilt, aber leider hatte ich als Teenager die sozialen Fähigkeiten einer Kartoffel und wagte es nicht, mich in das Gespräch einzuklinken.

Normalisierung von Sprachstörungen

16 Jahre später lernte ich während des kanthari Programms Puneet Singh kennen, einen Stotterer, der im Januar diesen Jahres die Organisation ssstart gründete. Sein Ziel ist es, Sprachstörungen in der Gesellschaft zu normalisieren und er möchte für Akzeptanz verschiedener Kommunikationsstile werben. Ich habe ihn heute kontaktiert, knapp einen Monat nach Abschluss des kanthari-Kurses. Er war guter Dinge und beschrieb, dass die ersten drei Monate zwar nicht einfach waren, er aber bereits jetzt die ersten Resultate des von ihm aufgebauten Netzwerks erkennen könne. Man muss Puneet zugutehalten, dass er unheimlich kontaktfreudig ist. Wenn immer sich eine kleine Chance ergibt, erkundet er Möglichkeiten der Zusammenarbeit, sowohl mit individuellen Personen als auch mit Organisationen.

Durch seine Verbindung zur Freedom Employability Academy (FEA) steht Puneet kurz vor der Unterzeichnung eines Einjahresvertrags mit einem in den USA ansässigen indischen Ehepaar, das seine Räumlichkeiten in Dwarka, Delhi, ihm als kostenloses ssstart-Zentrum zur Verfügung stellen möchte. 

Aus dem Slum

Dazu kommt, dass ein Teil seiner künftigen Teilnehmer, Jugendliche aus den Slums, gleich um die Ecke leben. Puneet, der selbst in einem Slum in Delhi wohnt, hat sich bereits an die jüngeren Bewohner gewandt und das Interesse von mindestens sechs 12- bis 13-Jährigen gewonnen. Er rechnet mit etwa 20 weiteren Teilnehmern für den nächsten Kommunikationsworkshops im ssstart Zentrum. Um dem Eindruck vieler Eltern entgegenzuwirken, im Zentrum würde nur “unnützes Singen und Tanzen” stattfinden, richtet einer der Eigentümer des Gebäudes auch ein Mathematiknachhilfe-Programm ein.

Die Räumlichkeiten werden gerade umgestaltet, sie werden farbig dekoriert und es wird sogar ein Skatepark angelegt. Angesichts dieser attraktiven Ausstattung ist es nicht schwer, sich vorzustellen, dass das Zentrum von Menschen aus allen Gesellschaftsschichten bevölkert wird. Sie kommen vielleicht wegen der Algebra oder der Kick-flips, aber sie werden es als bessere Kommunikatoren verlassen. Das Besondere ist, dass die Freiwilligen, die Puneet bei der Umgestaltung des Zentrums helfen, auch zu den ersten Teilnehmern seines bereits ausgeführten Workshops gehörten. Darunter waren auch 2 oder 3, die stottern oder andere Sprachstörungen haben; so wurde ein integratives Kommunikationsumfeld geschaffen.

Unkomplizierte Interaktionen sind selten

Wie Puneet schon in frühen Lebensjahren erkannte, ist unkomplizierte Interaktion zwischen Menschen mit und ohne Sprachstörungen eher selten. Es reicht aber nicht aus, die Gesellschaft lediglich über die Existenz von Sprachstörungen aufzuklären und vielleicht dadurch zu sensibilisieren. Nach Ansicht von Puneet ist der Aufbau von Empathie und Geduld der nächste konkrete Schritt zur Normalisierung der Sprachstörung oder sprachlichen Eigenarten.

Diese erste Gruppe war recht interessant. Sie trafen sich zweimal pro Woche online. Zunächst hatten sie viele Fragen zu Puneets Lebensweg, z. B. wie er dazu kam, sein Stottern zu akzeptieren, seine Organisation zu gründen, eine große Online-Fangemeinde aufzubauen usw. Dann erzählten sie von ihrem eigenen Leben und ihren Herausforderungen. Viele der Mädchen waren besonders daran interessiert zu lernen, wie sie ihr “nein” erfolgreich kommunizieren können. Nein zu sagen zur traditionellen Gesellschaft um sie herum, zu den vorgegebenen Plänen ihrer Eltern, was sie mit ihrem Leben anfangen sollten, und zu anderen unangenehmen Situationen. ssstart war in der Lage, Situationen aus dem wirklichen Leben zu schaffen und Rollenspiele zu veranstalten, bei denen die Teilnehmerinnen lediglich einen Weg finden sollten, Nein zu sagen.

Pflege der Offline-Kommunikation

Dann traf sich die Gruppe auch persönlich in den Lodhi-Gärten, um die dringend benötigte Offline-Kommunikation zu pflegen. Seine zweite Gruppe besteht aus Jugendlichen aus ländlichen Gebieten, was eine große Herausforderung darstellt, da sie sich nicht so leicht öffnen können. Aber ssstart entwickelt sich weiter. Innerhalb des letzten Monats ist viel passiert, und das ist ein Grund zum Feiern. Es sollte dann aber ein Fest des Hörens sein! ssstart arbeitet mit Marva Shand-McIntosh, der Gründerin des “I Love to Listen Day” (16. Mai) zusammen.

Puneet sagt: “zuzuhören ist eine der menschlichsten Aktionen, die wir tun können, um unserem Gegenüber zu zeigen, wie wichtig uns Menschen sind. Kommunikationsstörungen und Sprachbehinderungen wie Stottern, geben uns die einzigartige Gelegenheit, einen Schritt zurückzutreten und damit einfühlsame Geduld zu demonstrieren.”

Zuhör-Party

Bei der “Zuhörparty” werden zwei Personen zusammengebracht, die ausreichend Zeit haben, ihre Lebensgeschichten miteinander zu teilen.

Aller Anfang ist schwer, aber es ist besonders ermutigend, wenn sich Personen aus Freundes- oder Familienkreisen anschließen. Puneets Schulfreund, Chinmay Panigrahi, ebenfalls ein Stotterer, ist von Beruf Anwalt. Sie waren immer mal wieder sporadisch in Kontakt, aber als Chinmay Puneets Beiträge über ssstart in den sozialen Medien sah, war er begeistert.

Chinmay, der von vielen potenziellen Mandanten bis hin zu Richtern wegen seiner Sprachweise oft nicht ernstgenommen, ja sogar verachtet wird, ist genau der richtige Mann, um sich für die Normalisierung des Stotterns in seinem Beruf einzusetzen.

ssstart ist zweifellos dabei, Lärm zu machen. Man braucht nur noch an Bord zu kommen und zuzuhören.

Bitte Checken Sie regelmäßig den kanthari Blog, Teil Zwei folgt in den nächsten Wochen.