Die Bahaal Foundation setzt dort an, wo die meisten Programme aufhören. Nach dem Spital beginnt für viele Betroffene die schwierigste Zeit. Genau hier startet das Projekt. In Karnataka werden Menschen mit Rückenmarksverletzung über zwei Jahre hinweg begleitet. Das Training findet in kleinen Gruppen und in Einzelbetreuung statt. Die Teilnehmenden lernen, sich sicher im Rollstuhl zu bewegen, vom Bett in den Rollstuhl zu wechseln, Hindernisse zu überwinden und ihren Körper richtig zu entlasten. Diese Fähigkeiten entscheiden darüber, ob jemand abhängig bleibt oder wieder selbstständig leben kann.
Parallel dazu erhalten die Teilnehmenden psychosoziale Begleitung. Gespräche, Gruppentreffen und Peer Mentoring helfen, mit Angst, Scham und Depression umzugehen. Besonders wichtig ist der Austausch mit Menschen, die selbst eine Rückenmarksverletzung haben und zeigen, dass ein erfülltes Leben möglich ist.
Auch die Familien werden einbezogen. Sie lernen, wie sie pflegen können, ohne selbst auszubrennen. Gleichzeitig arbeitet das Projekt mit Schulen, Hochschulen und Betrieben zusammen. In Workshops lernen Jugendliche und Erwachsene, wie Unfälle vermieden werden können und wie man im Notfall richtig handelt.
Durch diese Kombination aus Prävention, Training und Begleitung entsteht ein durchgehender Weg zurück ins Leben, nicht nur körperlich, sondern auch sozial und emotional.