Die Veränderung beginnt oft leise. Ein Kind traut sich zum ersten Mal zu sagen, dass es Angst hat. Eine Mutter merkt, dass Zuhören mehr bewirkt als Schreien. Ein Vater entdeckt, dass Nähe stärker ist als Strafe. Wenn Familien lernen, anders miteinander umzugehen, verändert sich der Alltag. Konflikte eskalieren seltener. Kinder fühlen sich sicherer zu Hause und in der Schule. Jugendliche gewinnen Selbstvertrauen und übernehmen Verantwortung für andere. Besonders wichtig ist, dass das Wissen nicht bei den Workshops bleibt. Eltern geben es weiter, Jugendliche werden Vorbilder, und neue Gruppen entstehen. So wächst eine Bewegung, die Gewalt nicht mehr als normal akzeptiert.Schulen berichten, dass Kinder ruhiger werden und besser miteinander umgehen. Familien erzählen, dass Gespräche möglich werden, die früher in Streit geendet hätten. Kleine Veränderungen im Verhalten führen zu grossen Veränderungen im Zusammenleben.Die Wirkung dieses Projekts geht über zwei Jahre hinaus. Wer gelernt hat, ohne Gewalt zu leben, gibt diese Erfahrung weiter. Kinder, die ohne Angst aufwachsen, werden später selbst Eltern, die ihre Kinder schützen. So entsteht langsam eine neue Generation, die weiss, dass Frieden nicht in Gesetzen beginnt, sondern im Alltag zu Hause.