In Ghana sind Frauen in vielen Bereichen des Lebens immer noch stark benachteiligt. Besonders in der ländlichen Region des Nordens spiegelt sich diese Ungleichheit in der Shea-Nuss-Industrie wider, die fast ausschliesslich von Frauen getragen wird. Die Arbeit, die Frauen hier verrichten, wird oft nicht anerkannt, und sie erhalten keinen fairen Lohn. Das erschwert es ihnen, ihre Familien zu unterstützen und aus der Armut auszubrechen. Zudem sind viele der Frauen isoliert, haben keine Zugang zu Bildung oder anderen wirtschaftlichen Möglichkeiten und sind häufig Opfer von Missbrauch oder Gewalt. Der Shea-Nuss-Sektor ist für viele die einzige Einkommensquelle, doch ohne den Einsatz moderner und nachhaltiger Methoden bleibt ihnen während der Trockenzeit (Oktober bis Mai) keine Möglichkeit, ihre Arbeit fortzusetzen, was bedeutet, dass sie in diesen Monaten keine Einnahmen haben und weiter in der Armutsfalle gefangen bleiben.