In Kirinyaga besuchen viele Kinder die Schule, doch Bildung erreicht sie kaum. Klassen sind überfüllt, Lehrkräfte fehlen, Lernmaterial ebenso. Viele Kinder sitzen im Unterricht, ohne gesehen zu werden. Zuhause warten Hunger, Unsicherheit und Verantwortung, die viel zu früh kommt. Kinder arbeiten mit, um das Überleben der Familie zu sichern. Lernen rutscht an den Rand. Manche brechen die Schule ab, andere verlieren still den Anschluss.
Familien bewirtschaften winzige Felder mit ausgelaugten Böden. Klimabedingte Ernteausfälle verschärfen die Lage. Es fehlt Wissen über klimaangepasste Landwirtschaft und einfache Wege, die Ernährung zu sichern. After School Angebote existieren kaum. Sichere Orte für Kinder fehlen vollständig. Schulen können diese Last nicht auffangen. So entsteht ein Kreislauf aus Bildungsabbruch, Armut und Abhängigkeit, der sich von Generation zu Generation fortsetzt und Kindern früh jede Perspektive nimmt.