In Kenia sind marginalisierte Jugendliche in Slums und halburbanen Gebieten stark gefährdet durch Drogen, Kriminalität und Prostitution. Kibera, Afrikas grösster Slum, beherbergt über 250’000 Menschen. Viele Jugendliche brechen die Schule ab, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen, oft auf illegale Weise. Slum-Tourismus perpetuiert die Ausbeutung, indem er Touristen die bittere Realität der Armut zeigt. Die Slumbewohner profitieren nicht davon, werden lediglich zur Schau gestellt. Mary lebe als Jugendliche in Kibera. Sie musste frühzeitig die Schule abbrechen, um ihre Familie zu unterstützen. Der leichte Zugang zu billigem Alkohol und die allgegenwärtigen Bandenaktivitäten verschärften ihre Situation. Um ihrer Situation zu entkommen, nahm sie verschiedene Gelegenheitsarbeiten an. Unter anderem arbeitete sie als Hausmädchen, wo sie oft schlecht behandelt wurde. Lange Arbeitszeiten, niedrige Löhne und toxischen Arbeitsverhältnisse waren Teil ihres täglichen Lebens.