In den Slums Kenias bedeutet Jugend zu oft Überleben. Armut, Gewalt und Arbeitslosigkeit bestimmen den Alltag, während 67 Prozent der jungen Menschen zwischen 15 und 34 Jahren ohne feste Arbeit sind. Viele greifen aus Mangel an Alternativen zu Drogen, Kleinkriminalität oder riskanten Überlebensstrategien. Besonders hart trifft es Teenagermütter und junge Frauen, die aufgrund früher Schwangerschaften, Diskriminierung oder fehlender Schulbildung abgestempelt und ausgegrenzt werden. Ohne Ausbildung, ohne Schutzraum, ohne Netzwerke bleibt ihr Leben von Abhängigkeit geprägt.
Dazu kommen die harten Realitäten des Slumlebens: ständige Unsicherheit, Gewalt, fehlende Privatsphäre, ein permanenter Druck, sofort Einkommen zu erzielen. Trainingsprogramme scheitern oft daran, dass sie teuer, unzugänglich oder mitten im Slum angesiedelt sind – dort, wo negative Einflüsse jeden Fortschritt zunichtemachen. Wer nie einen sicheren Ort erlebt hat, bricht schnell ab.
Twajali begegnet diesen Herausforderungen, indem das Projekt jungen Menschen erstmals Distanz zu ihrem belastenden Umfeld ermöglicht. Abseits der Slums, in einer stabilen Umgebung, können sie sich auf Lernen, Heilung und neue Lebenswege konzentrieren. Genau hier setzt Uwezo an: mit Würde, Struktur und echter Zukunftsperspektive.