Tag 178 – Umkonstruierte Konstrukte oder die Freiheit albern zu sein

(Von Chacko Jacob) Einige Wochen nachdem der elfte Kurs begonnen hatte, stieß ich als Katalysator, so werden bei kanthari die Trainer genannt, zum kanthari Team dazu. Da wir sieben Monate lang gemeinsam leben, lernen und uns auseinandersetzen, lernte ich die kantharis dieser Generation und einige Ehemaligen, die ebenfalls als Katalysatoren für kürzere Zeit kamen, sehr gut kennen. Angeregt von den …

Tag 164 – Windelweisheiten!

Wie sich die Wege der Wegwerfwindeln mit denen der Wasserhyazinthen kreuzen. Es ist keine Bollywood Schnulze, keine Liebe auf den ersten Blick. Wir sprechen hier eher von einer Zwangsehe zwischen Wegwerfwindel und Wasserhyazinthe. Bei so unterschiedlichen Heiratskandidaten werden die Leser und Leserinnen sich fragen, wie kann so eine Ehe funktionieren? Wo liegen die Gemeinsamkeiten? Man muss nicht weit suchen: Gemeinsam …

Tag 157 – Wie der Lockdown-Wahnsinn uns zu neuen Werkzeugen verhalf!

(Von Chacko Jacob, kanthari-Katalysator) Vor etwa einer Million Jahren entdeckte der Homo Erectus das Feuer und veränderte damit den Lauf der Geschichte. Die damaligen Menschen erlangten die Kontrolle über etwas Gefährliches und Mächtiges und nutzten es zu ihrem Vorteil. Es half ihnen, sich in anderen, eher menschenfeindlichen Gegenden anzusiedeln. Machen wir mal einen großen Schritt vorwärts. Die geschichtliche Verbindung zum …

Tag 21 -Was gibt es zu Essen?

Heute ist der 21. Tag der verhängten Ausgangssperre. Und weil es so „schön friedlich“ war, werden gleich 19 Tage drangehängt. In der Zwischenzeit haben sich Tausende der Ausganssperre widersetzt und teils mit Fahrrädern, Motorrädern oder auch zu Fuß auf den langen Marsch in ihre Dörfer gemacht. Doch in den Dörfern gibt es keine Journalisten. Wir sind lediglich auf die Informationen …

Tag 18 – „Ohne Wasser, keine Landwirtschaft. Ohne Bauern, keine Nahrung.“

John Mwangi, 2016 kanthari, wuchs in Kibera, einem der größten Slums Nairobis auf. Seine Familie hatte sich dort mit Eltern und acht Geschwistern, eine Blechhütte geteilt. Der Vater erzählte den Kindern oft, wie die Familie in den Slum geraten war. Sie kamen aus einer sehr Fruchtbaren und wasserhaltigen Gegend. Die Fruchtbare Erde zog die Kolonialisten an und verdrängten Johns Vorfahren …

Tag 8 – Krieg in Zeiten der Corona (Teil 2)

Peace Crops, is eine initiative eines 2019 kanthari Absolventen aus Cameroon. In seiner 10-minütigen Abschlussrede beschreibt er ein Leben, jenseits von Frieden. Es war am 12. Juli 1998, Als Joshua Njeke gemeinsam mit seinem Vater und seinem jüngeren Bruder nach Hause fuhr. Sie hatten sich das Endspiel der Fußball Weltmeisterschaft angesehen und feierten den Ausgang. Frankreich hatte gewonnen und Njeke’s …

Tag 7 – Krieg in Zeiten der Corona (Teil 1)

Wenn wir an kantharis in Krisen denken, erinnern wir uns zunächst einmal an Stürme in Odissa, Fluten in Kerala, Erdbeben in Nepal oder auch an Kriege, und hier besonders an den von der Welt fast unsichtbaren Bürgerkrieg in Cameroon. Es ist ein über Jahre schwelender Krieg zwischen der französisch und der englischsprachigen Bevölkerung. Die 7 kantharis aus Cameroon gehören der …

Tag 6 – Und wie geht es den Kindern?

Kinder sind direkt von der Viruserkrankung am wenigsten betroffen. Allerdings werden besonders Kinder ohne Angehörige von den Konsequenzen der 21tägigen Ausgangssperre am meisten spüren. Es geht hier um die vielen restlos überfüllten Kinderheime, besonders in Odissa. Gouri Shankar Mishra, kanthari Absolvent von 2015, gründete, An-Anya, eine Organisation, die sich gegen Kinderarbeit und für Kinderrechte stark macht. Gouri ist bei einigen …

Tag 5 – Und wer freut sich?

Wenn wir nicht besser wüssten, würde man denken, man sei irgendwo abgeschieden im Dschungel. Grillen, Frösche, Vögel aller Art, keine Eisenbahn in der Nacht, kein Straßenverkehr, keine Flugzeuge. Wenn ich mit kantharis, Freunden oder Familienangehörigen telefoniere, höre ich immer wieder begeisterte Ausrufe: „der Himmel war noch nie so blau und die Flüsse noch nie so klar!“ Einige unserer kantharis sind …

Tag 4 – Risikopatienten

Überall spricht man von besonders gefährdeten Risiko Patienten. Viele unserer kantharis weltweit arbeiten genau mit dieser Zielgruppe.  Da ist zum Beispiel Henry, ein kanthari Absolvent von 2017 aus Kenia. Er ist Gründer von Kick-start-Kilifi, ein alternatives Ausbildungszentrum für die vielen Jugendlichen, die aus Armutsgründen die Schule verlassen müssen.  Die Region Kilifi wird laut Henry auch das Armenhaus Kenias genannt. Da …