Nematullah Ahangosh • kanthari

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Nematullah Ahangosh – Afghanistan/Indien

Seit die Taliban die Macht übernommen haben, kann Nematullah nicht mehr in sein Heimatland zurückkehren. Er hat die Erfahrung gemacht, dass in von Bürgerkrieg, Erdbeben und Überschwemmungen heimgesuchten Ländern Menschen mit Behinderungen besonders verletzlich sind. Nematullah, der selbst gehbehindert ist, will mit Stretch more seinen Begünstigten beibringen, ihre Sicherheit selbst in die Hand zu nehmen. Mit mobilen Parcours will er Betroffene durch Erste-Hilfe-Techniken und sportliche Aktivitäten auf Krisen vorbereiten. 

Nematullah sagt:

Jahrzehnte des Krieges und der Bombenangriffe in Afghanistan haben zu Armut, Kinderarbeit und Behinderungen geführt. Persönlich war ich von allen dreien betroffen: Ich erlebte Armut, musste als Kind auf den Strassen von Kabul Zigaretten verkaufen, um meine Familie zu ernähren, und im Alter von 13 Jahren wurde ich behindert. 

Obwohl ich kein Kriegsopfer bin, kann ich mich in die Menschen einfühlen, die Gliedmaßen verloren haben. Damals habe ich mich gefragt, was ich im Leben wirklich will. Mein größter Wunsch war es, unabhängig zu sein. Ich habe immer geglaubt, dass ich das Zeug dazu habe, mir eine bessere Zukunft aufzubauen.

In Krisenzeiten werden wir Behinderten unsichtbar. Sei es eine natürliche oder eine vom Menschen verursachte. Warum müssen wir uns in chaotischen Zeiten mehr strecken? Was war die letzte Nachricht, die Sie in Zeiten von Krieg und Anschlägen über uns gehört haben? Wie überleben wir in katastrophenanfälligen Gebieten? Können wir überhaupt überleben?
Wir müssen uns selbst trainieren oder befähigen, zu überleben.

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Stellen Sie sich vor, sie sind während einem bewaffneten Konflikt an einen Baum gefesselt. Sie können nicht wegrennen oder sich wehren. Genau so geht es vielen Menschen mit körperlichen Behinderungen in Krisengebieten. Erfahren Sie, wie Nematullah sie auf Krisen vorbereiten möchte. 

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